Dream Flight – Libelle zu Lilienthals Geburtstag

Foto: Sven - wildflieger-karlsruhe.de

Foto: Sven – wildflieger-karlsruhe.de

Pünktlich zu Otto Lilienthals Geburtstag kamen die Teile für die Libelle, die schon ein paar Tage auf ihre Hardware wartete. Anstelle der etwas teureren vorgeschlagenen Hardware kamen ein paar preisgünstigere Bauteile zum Einsatz. Dies zog jedoch ein paar Anpassungsarbeiten nach sich, da die Servos minimal größer waren als die vorbereiteten Aussparungen.

Warum die Libelle? Nunja, die Flugvideos sahen sehr ansprechend aus, und Aufgrund der Schaumflügel versprach ich mir eine höhere Crashresistenz. Dies ist sowohl mein erstes motorloses Modell, als auch mein erster DLG. Zudem wurde der Bau als sehr einfach beschrieben und wirklich gebaut hatte ich ja bisher nicht. Fehler sind also nicht unwahrscheinlich.

Das bauen war für ein Einsteiger machbar, die Elektronik passte auch in das kleine Cockpit, in dem es recht eng zugeht.
Zum Einsatz kamen:

  • Pichler Master S708, bzw. Robbe Ecoline Micro Servo
  • 4 x 1/3 AA Emfpängerakku
  • Spektrum AR6100e ohne Gehäuse

Nachdem das Ganze installiert war mussten noch ca 15-20g Blei in die Nase.

Erstflug

Danach gings auf die Wiese zum Erstflug. Nach ein paar Testwürfen zum ausbalanciern war aber bereits Schluß. Das Seitenleitwerk war etwas zu schwach geklebt und löste sich nach einer unsanften Landung. Das Leitwerk steht bautechnisch bedingt etwas unterhalb der Rumpfebene und wird deshalb bei unsanften Landungen strapaziert.

Das Flugverhalten hat jedoch Spaß auf mehr gemacht. Bei leicht böigen Wind ließ sie sich sehr gut steuern und hielt sich für mich überraschend lange in der Luft. Ein DLG start hatte ich noch garnicht versucht.

Weitere Flüge und Crashs

Nach dem sachten Herantasten an die DLG starttechnik unterlief mir dann doch ein grober Fehler. Beim Wurf zu lange gehalten, macht Sie einen flachen Bogen gegen Erde. Die Flügelhälften quittierten diesen Kontakt mir einem Brechen entlang der Klebestelle. Zum Glück ziemlich glatt, so dass der Bruch gut zu reparieren war.

Bei einem weiteren Wurf verabschiedete sich die Empfängerbatterie aus dem Cockpit, was ebenfalls zu einer unsanften Landung führte, die das weiche Plastik brechen ließ und bei beiden Servos die Plastikzahnräder beschädigte. Auch das war jedoch gut zu reparieren.

Als Folgeschaden gab einige Würfe später die Verankerung Flügel zu Rumpf auf, so dass der Flügel nun fest mit dem Rumpf verklebt ist.

Der perfekte Einsteiger DLG?

Sie fliegt noch immer toll, lässt sich leicht reparieren und verzeit Fehler. Was will man mehr von einem Einsteiger DLG?

Mittlerweile hab ich eine zweite Libelle auf unserem „Flugfeld“ angetroffen, der Pilot ebenfalls begeistert. Jedoch nicht von den mitgekauften empfohlenen HighTech Servos.

Die Libelle steigt mit meiner Wurftechnik auf ca. 10m. Ein normaler Flug ist im Schnitt nach 30 Sekunden zu Ende. Gibt es jedoch etwas Wind oder Thermik habe ich schon mehrere Minuten geflogen. Findet man also bodennah etwas, so denke ich ist es auch möglich, lange Flüge hinzubekommen. An der Batterielaufzeit wird es mit Sicherheit nicht scheitern.

Einstellungen Funke

Ich fliege mit einer Spektrum DX6i. Für den Start habe ich auf einem Schalter etwas Höhenruder dazugegeben. Zu Anfangs hatte ich auf einem zweiten Schalter eine Einstellung, um die langen Querruder etwas nach unten zu ziehen, so dass das Sinken und die Geschwindigkeit beim Thermikkreisen reduziert wird. Diesen habe ich jedoch ersetzt durch den Gashebel, mit dem man jetzt variabel die optimale Stellung finden kann. Auf Vollgas sind die Querruder neutral, je weniger „Motor“ man gibt, desto mehr werden sie nach unten gefahren. So kann man auch sehr feinfühlig landen, in dem man die Libelle immer mehr runterbremst. Gegen den Wind angeflogen kann man sie so auch problemlos fangen.

Fazit

Für alle, die mit dem Gedanken DLG Einstieg spielen auf jeden Fall ein klares JA.

Auch der Preis ist in Ordnung, da man sonst in dieser Preisklasse nichts vergleichbares findet, was so gut fliegt und auch den ein oder anderen Crash gut wegsteckt, ohne gleich Unmengen an Reparaturkosten- und Zeit zu kosten.

Vielen Dank an Sven von wildflieger-karlsruhe.de für das Foto.

Als nächstes auf der Agenda: Slope Soaring